Wallfahrt der Mariannhiller Missionare, 16. Juni 2018

Alle unsere Messfeiern sind heuer begleitet von der langen Schönwetterperiode. Das ist vor allem für einen Pilgerweg von Bedeutung.

Er führte heuer eine besonders große Anzahl an Gläubigen wie alljährlich vom Grenzübergang Sonnenwald zur Kirche nach Glöckelberg.

An drei Zwischenstationen wurde mit der Lesung eines Textes von Martin Gutl eindringlich die Wichtigkeit der Versöhnung betont: „….heute noch, denn morgen könnte es schon zu spät sein, weil der mit dem man im Streit liegt, schon stumm, blind, taub, lahm oder tot sein könnte…..“. Eine Mahnung, die aufrüttelt, zum Nachdenken anregt und nachdrücklich zum Handeln auffordert.

Von Glockengeläut empfangen und in der Kirche angekommen füllen ca. 200 Messbesucher die Kirchenbänke und hören die in Englisch gehaltene Predigt des neuen Generalsuperiors der Mariannhiller Missionare Pater Thulani Mbuyisa.

Sein Thema ist das “Hohelied der Liebe“ mit dem Paulus einst die stolzen und selbstgerechten Korinther von der großen und umfassenden Bedeutung der Liebe zu überzeugen suchte, denn die Liebe ist Gott und Gott ist die Liebe und das Größte und Wichtigste.

Der Zusammenhang mit dem Seligen Pater Engelmar, dem diese Wallfahrt gewidmet ist, liegt auf der Hand. Sein Leben ist die ideale Verkörperung von Nächstenliebe und Selbstaufgabe bis hin zum Tod, zu Zeiten, in denen Christentum und Barmherzigkeit negiert und Grausamkeit und Unterdrückung fragwürdigen Idealen zum Durchbruch verhelfen sollten.

Auch heute werden wieder Mauern geplant, Brücken abgebrochen, Menschen in Not ignoriert und in Stich gelassen. Jeder möge für sich und seinen Alltag entscheiden, wo er es vermag das Hohelied der Liebe zum Nächsten zu leben.

Hauptzelebrant und Übersetzer der Predigt war Pater Christoph Eisentraut mit 7 Mitzelebranten an seiner Seite. Eine besondere Ehre und Freude für diese Wallfahrt: Es wurde der Primizkelch des Seligen Pater Engelmar aus Würzburg mitgebracht und verwendet.

Musikalisch umrahmt war die Messfeier vom schönen Gesang des Chores aus Alberndorf und zuletzt noch außer Programm und als Überraschung erklang von der Empore herab eine Melodie, gespielt von zwei Mundharmonikas. Anschließend dieses Lied ( Du hast mir in die Augen geschaut) zweistimmig von einem Ehepaar gesungen, hörte sich wie ein Gebet an. Das Rätsel, wer denn die Interpreten waren, löste sich erst Tage später, es war das Ehepaar Bogner aus Julbach.

Ulrike Wondraschek

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